Prager Altstadt mit Hradschin im Winter

Tschechien

Erstmals mehr als 30.000 Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn im Land

Die Omikron-Variante des Virus ist in Tschechien auf dem Vormarsch. Die Zahl der Neuinfektionen stieg mit 30.350 Fällen innerhalb von 24 Stunden auf einen neuen Höchststand.

Das teilte das Gesundheitsministeriums in Prag am Dienstag mit. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten ging zuletzt wieder leicht zurück und lag bei 1.695. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 37.000 Menschen an oder mit dem Corona-Virus.

Omikron löste Delta-Variante ab

Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner und ist somit annähernd mit Österreich und seinen knapp neun Millionen Einwohnern vergleichbar. Die staatliche Gesundheitsbehörde SZU in Tschechien schätzt, dass rund 95 Prozent der neuen Fälle auf die Omikron-Variante zurückgehen. Omikron gilt als ansteckender als die bisher dominierende Delta-Variante. Zudem gibt es einen ersten definitiv nachgewiesenen Fall der Variante BA.2, die vor allem in Dänemark und Großbritannien im Aufwind ist. Wegen des großen Andrangs lag die Wartezeit auf einen PCR-Test mancherorts bereits bei drei Tagen.

Durchimpfung hinkt im internationale Vergleich hinterher

Die Regierung in Prag hatte vor kurzem eine bereits beschlossene Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder zurückgezogen. Das liberalkonservative Kabinett unter Petr Fiala stellte sich damit gegen einen Beschluss der Vorgängerregierung. In Tschechien haben nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC erst 31,9 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten. In Österreich sind es laut den Behörden 47,9 Prozent.