Regierung

Heute wird die Corona-Freiheit beschlossen

Von dem für Mittwoch angesetzten Corona-Gipfel von Bund und Ländern erwarten Wirtschaftsvertreter umfassende Lockerungen. 

WKÖ-Gastro-Spartenobmann Mario Pulker fordert ein Ende der Corona-Sperrstunde. Derzeit müssen alle Lokale um 24 Uhr schließen. Auch alle anderen coronabedingten Einschränkungen müssten nun auf den Prüfstand, hieß es aus der Wirtschaft.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) versprach am Montag weitere Öffnungsperspektiven für März, stellte Beratungen zur Teststrategie in Aussicht, verwies in Sachen Impfpflicht aber lediglich auf die kommende Expertenkommission. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) sprach sich für ein Ende der Gratistests aus.

Die Gastronomie und Hotellerie drängen auf weitreichende Lockerungen. "Nachdem die Bundesregierung vor kurzem festgehalten hat, dass unser Gesundheitssystem glücklicherweise nicht mehr durch die Omikron-Variante bedroht ist, habe ich ehrlich gesagt kein Verständnis mehr für die Fülle an Corona-Auflagen und Kontrollpflichten, die von der Gastronomie eingehalten werden müssen", so WKÖ-Vertreter Pulker am Dienstag in einer Aussendung. "Mit dem deutlich milderen Verlauf und weniger Hospitalisierungen ist die Zeit reif für den Wegfall von Teilnehmerobergrenzen, 3G und Sperrstunden", sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung, Walter Veit.

Auch die Fitnessbetriebe, Thermen und Veranstaltungsbetriebe fordern eine Ende der wirtschaftlich "schmerzhaften Maßnahmen". Vor allem die 2G-Regel müsse fallen, so der WKÖ-Bundesbranchensprecher der Fitnessbetriebe, Christian Hörl. "Mit einem nächsten Schritt müssen letztendlich auch die Kontrollpflichten durch die Unternehmen fallen", fordert Hörl. "Auch die Anzeige- und Bewilligungspflicht ist mittlerweile nur mehr eine bürokratische Hürde und gehört schnellstmöglich abgeschafft", sagte der WKÖ-Branchensprecher der Veranstaltungsbetriebe, Wolfgang Suitner. Die Thermen fordern, dass anstatt der 2G- die 3G-Regelung für sie künftig gelten soll. "Insbesondere für Thermen mit angeschlossenem Hotel wäre alles andere nicht umsetzbar", sagte der WKÖ-Branchensprecher der Thermenbetriebe, Patrick Hochhauser.

Dringenden Handlungsbedarf bei den Covid-Überbrückungskrediten für Gastronomie und Hotellerie sieht die Wirtschaftskammer-Fraktion Freiheitliche Wirtschaft. Ein Großteil der Betriebe könne ihre Überbrückungskredite nicht innerhalb der vorgesehenen Laufzeiten zurückzahlen. "Es gilt jetzt keine Zeit mehr zu verschwenden, denn bereits jetzt werden Kredite fällig gestellt und damit das gesamte Kreditengagement der betroffenen Unternehmen über den Haufen geworfen, so der Bundesobmann-Stellvertreter und NÖ-Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, Reinhard Langthaler.