Corona in Österreich außer Kontrolle: 81 % der Infektionen können nicht zurückverfolgt werden | Contact Tracing

Kärnten schränkt Contact Tracing ein!

Kontaktnachverfolgung nur mehr bei Verdachtsfällen und positiv Getesteten, kritische Infrastruktur und vulnerable Gruppen

Angesichts der hohen Neuinfektionszahlen schränkt auch Kärnten das Contact Tracing ein. Ab morgen Dienstag, dem 1. Februar, werden nur noch Verdachtsfälle, positiv getestete Personen, deren Haushaltsmitglieder, Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur und Personen, die einer vulnerablen Gruppe angehören, behördlich kontaktiert und abgesondert, informierte das Land am Montag.

"Kontaktpersonen, die seitens der Behörde nicht kontaktiert werden, sind dazu aufgefordert, ihre persönlichen Kontakte einzuschränken und sich an die gängigen Hygienerichtlinien zu halten", erläuterte Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes. Bei Auftreten von typischen Covid-Symptomen wie Husten, Fieber, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn sollen sich Betroffene selbstständig bei 1450 bzw. www.141.at/covidverdacht melden.

Während die Zahl der Neuinfektionen auch in Kärnten weiter steigt - bis Ende der Woche wird eine Sieben-Tage-Inzidenz von 3.000 erwartet - geht die Zahl der Impfungen weiter zurück. Hoch ist das Interesse in Kärnten aber am proteinbasierten Corona-Impfstoff von Novavax. Dafür gibt es bereits 1.172 Vormerkungen, eine Anmeldung ist erst seit vergangenen Donnerstag möglich. Wann der Impfstoff geliefert wird, ist aber noch unklar.

Durch die auf sechs Monate reduzierte Gültigkeit des Grünen Passes, die am Dienstag in Kraft tritt, verlieren 28.000 Impfzertifikate in Kärnten ihre Gültigkeit. In den Impfzentren des Landes sind noch ausreichend freie Impftermine verfügbar.