Steiermark: Im März 700.000 Drittimpfungen

Steiermark: Im März 700.000 Drittimpfungen

Die Steiermark will Ende März die Zahl 700.000 bei den Drittimpfungen überschreiten, wie es am Freitag beim wöchentlichen Impf-Update des Landes hieß. 

Die Steiermark will Ende März die Zahl 700.000 bei den Drittimpfungen überschreiten, wie es am Freitag beim wöchentlichen Impf-Update des Landes hieß. Gleichzeitig werden die Öffnungszeiten in Impfzentren reduziert. Die Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, sagte als Gast beim Update, die vierte Corona-Impfung als Booster sei Teil des ganzen. Die Steiermark will zudem mit einem privaten Unternehmen Impfbusse an Knotenpunkten für Lkw-Fahrer aufstellen.

Reich sagte u.a., es gehe bei der Impfpflicht nicht um das heute oder morgen, sondern um den längerfristigen Ausblick. "Wir brauchen sie, um es kontinuierlich zu machen, um am Ball zu bleiben." Die Boosterimpfung sei der Schlüssel, um in die nächste kühlere Saison zu gehen, obwohl ja noch nicht einmal die wärmere Jahreszeit angebrochen sei. "Der Booster nützt, in den ersten zwei Monaten danach kann man das Virus nur erschwert weitergeben. In den nächsten zwei Monaten geht das ein bisschen verloren, aber ist immer noch der Hauptschutz gegen eine Erkrankung", sagte Reich u.a. "Wir müssen uns gut anschauen, wann wir mit der vierten Impfung anfangen, im Sommer ist ja Reisezeit. Manches Mal nimmt man bei Reisen auch unerwünschte Souvenirs mit, etwa aus Ländern mit nicht so hoher Durchimpfungsrate, wo das Virus leider freie Fahrt hat. Wir müssen den Sommer nützen, damit wir Ende September fertig mit Impfen sind, spätestens Mitte Oktober, aber das ist fast schon zu spät", sagte Reich zur vierten Impfung.

Wolfgang Wlattnig, stellvertretender Landesamtsdirektor der Steiermark zeigte sich beruhigt, dass es weiter flächendeckend Bevölkerungsimpfungen geben werde. Bei Erstimpfungen bewege man sich leider nur noch im Millimeterbereich vorwärts, da ruhe die Hoffnung auf Novavax, um die Erstimpfquote wieder zu heben. Man habe rund 34.000 Einladungen für Drittimpfungen ausgeschickt, damit man in diesem Bereich im März die Zahl 700.000 überschreite.

Angesichts der Impfsituation werden ab 1. März die Öffnungszeiten bei den Impfstraßen angepasst, der Sonntag falle laut Wlattnig weg, von Montag bis Samstag werde je acht Stunden geimpft. Die 17 Impfstraßen des Landes bleiben in Betrieb. Am 16. Februar gebe es Gespräche mit allen 286 steirischen Gemeinden, um die Schiene kommunale Impfprämie zu forcieren. Die Impfbusse, die bis Ende März befristet waren, laufen aus.

Impfkoordinator Michael Koren berichtete von einer "schönen Initiative", die man mit einer Privatfirma realisiere. Mit 24/7 Assistance und DocStop für Europäer e.V. zusammen stelle man einen Impfbus für Berufskraftfahrer bereit: Diese könnten sich eine kostenlose Impfung ohne Terminbuchung am 23. Februar an der Pyhrnautobahn (A9) bei Graz holen. Der Bus macht von 10.30 bis 14.30 Uhr bei der Spedition Frikus in Premstätten halt. Von 15.00 bis 19.00 Uhr steht der Impfbus bei der Spedition Herbert Temmel in Gleisdorf nahe der Südautobahn (A2).